Wichtige Information

Liebe Naturfreunde,
aufgrund der aktuellen Situation und damit verbundenen Empfehlungen, möchten wir Sie informieren, dass jegliche geplanten Veranstaltungen des NABU Idstein (z.B. Vogelstimmenwanderung, Naturschutzabend, Frühjahrsputz) abgesagt werden.
Dies gilt vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19.04.2020. Wir informieren Sie, sobald Veranstaltungen wieder wie gewohnt stattfinden.
Vielen Dank für ihr Verständnis.

Willkommen beim NABU Idstein

 

Wir sind ca. 750 Aktive aus Idstein. Seit mehr als 60 Jahren kümmern wir uns um den Naturschutz in unserer Stadt.

Besonders am Herzen liegen uns unsere Streuobstwiese,  die Vernetzung von Biotopen,  die Nistkastenpflege und die Organisation von Exkursionen durch unser Gebiet. 

 

Wir freuen uns über ehrenamtliche Helfer, kluge Ideen und tatkräftige Unterstützung, egal ob regelmäßig oder punktuell. Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns per E-Mail oder schauen Sie am besten gleich persönlich vorbei – selbst wenn Sie wenig Zeit haben, jeder Einsatz zählt.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, denn man muss kein Biologe sein, um Sträucher zu schneiden oder Nistkästen aufzuhängen. Unsere Fachleute stehen Ihnen dafür mit Rat und Tat zur Seite. Auch Helfer für das Greifvogel-Monitoring, die Schwalbenzählung und die Feldlerchen-Kartierung sind willkommen.

Beim NABU aktiv zu sein lohnt sich: Sie erleben Natur, treffen andere Naturfreunde und engagieren sich für eine gute Sache.

Pflegeeinsätze an der frischen Luft halten Sie in Bewegung und nutzen Ihrer Gesundheit. Beim NABU lernen Sie viel über Natur und Umwelt dazu. Unser Wissen geben wir in zahlreichen Kursen und Fortbildungen weiter. 

2019 feiert der NABU seinen 120. Geburtstag. Ein stolzes Alter und ein langer, erfolgreicher Weg, den unser Verband seit seiner Gründung durch die „Vogelmutter“ Lina Hähnle zurückgelegt hat. Mit dem Vogelschutz begann alles, und auch heute noch steht der Einsatz für unsere Vögel und ihre Lebensräume im Zentrum der NABU-Aktivitäten: vom Paradiesvogel zur Feldlerche. Doch schon längst hat sich das Spektrum unserer Herausforderungen erweitert: Wir engagieren uns für eine naturverträgliche Landwirtschaft, in der Insekten und Vögel eine Zukunft haben. Wir kümmern uns um den Schutz der Meere, streiten für eine umweltverträgliche Energiewende und entwickeln Konzepte zur Abfallvermeidung. Und wir mischen uns in die politischen Debatten ein, vor Ort, in Berlin und in Brüssel.

Wir freuen uns auf Sie

 

Beim NABU können Sie sich mit anderen Naturfreunden für die Natur vor Ihrer Haustür engagieren.

Helfen Sie mit: als Mitglied, als ehrenamtlicher Helfer in unserer NABU-Gruppe oder mit einer Spende!

 

Kontakt

 

NABU Idstein Ansprechpartner Christine Ott

Emailadresse: NABU-idstein@gmx.de

Infos und aktuelle Termine unter: "Jahresprogramm und Veranstaltungen"

 

Gruppentreffen

 

Datum: jeden 1. Montag im Monat

Ort: Hotel "Felsenkeller", Schulgasse, Idstein

Zeit: 19:45 - 21:30 Uhr

 

Während der Schulferien ist unser Vereinslokal geschlossen.

Bitte in unserem Jahresprogramm die Termine überprüfen.

 

Spendenkonto

 

NABU Idstein

Nassauische Sparkasse

IBAN DE34 5105 0015 0352 0084 86 BIC: NASSDE55XXX

 

Insekten-Nisthilfen selbst anfertigen

Bastelanleitungen von Adolf Ziska, NABU Gelsenkirchen

Mündener Hornissennistkasten

Bauanleitung zum Download

Hornisse

Hornissenkönigin - Foto: Helge May

Wegen des Mangels an geeigneten natürlichen Nisthöhlen in alten Bäumen suchen Hornissen für den Nestbau gerne Vogelnistkästen, Rollladenkästen, alte Scheunen, Dachböden, Schuppen, Hochsitze oder leer stehende Bienenstöcke auf. Einige dieser Nistorte, wie beispielsweise Vogelnistkästen, sind für eine optimale Entwicklung des Volkes jedoch ungeeignet, andere wie Rollladenkästen führen unter Umständen zu Interessenskonflikten zwischen dem Menschen und seinen Untermietern. Daher wurde der "Mündener Hornissennistkasten" als spezielle Nisthilfe für diese interessanten Insekten entwickelt, um den Mangel an geeigneten Großhöhlen zu beheben. Er hat sich in der Praxis sowohl bei der selbständigen Ansiedlung als auch bei der Umsiedlung von Völkern bewährt. 

Morgens ein Konzert erleben

 

Streuobst für Ehrenbach

 

 

In einer Besprechung des Arbeitskreises "Blühendes Idstein", zu dem auch der NABU Idstein gehört, stimmten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die Anlegung einer weiteren Streuobstwiese in Idstein. Ein privater Grundstückseigner stellte dem AK freundlicherweise eine Fläche in Ehrenbach für diese Maßnahme zur Verfügung. 37 Obstbäume wurden dort gepflanzt.

 

Der Grundstückseigner hatte einen Antrag an die Untere Naturschutzbehörde (UNB) zur Mitfinanzierung gestellt. Aufgrund der Finanzierungszusage der UNB und der Unterstützung einiger Idsteiner Sponsoren – auch die Stadt Idstein half mit einem Betrag – konnten wir die Anpflanzung der Bäume durch eine Fachfirma in Auftrag geben. Gleichzeitig vereinbarten wir mit der Baumschule, 11 Obstbäume die an der Streuobstwiese an der Hohen Straße abgegangenen waren, zu ersetzen. Christine Ott als Vorsitzende des NABU in Idstein unterschrieb zudem eine entsprechende Pflegevereinbarung.

 

Zwischenzeitlich konnte auch in Zusammenarbeit mit einem Wörsdorfer Landwirt erreicht werden, dass dieser unter finanzieller Mithilfe des Imkervereins "Idsteiner Land" eine größere Blühfläche an der Hohen Straße einsäte.

 

Den Akrobaten der Lüfte ein Zuhause bieten

 

Für viele sind sie die Vorboten des Sommers: unsere Schwalben. Ab Ende März kehren die Rauchschwalben aus ihren afrikanischen Winterquartieren zu uns zurück um zu brüten. Ihre Vettern, die Mehlschwalben, folgen ihnen ein paar Wochen später. Sehr gerne kommen die Vögel dabei an ihre alten Niststandorte zurück und nutzen bereits bestehende Nester. Rauchschwalben, gut zu erkennen an ihrer orangeroten Kopfzeichnung und dem sehr langen, gegabelten Schwanz, brüten am liebsten in Ställen, Scheunen oder Schuppen. Im Idsteiner Land nutzen sie auch sehr gerne überbaute Hofeinfahrten in den alten Ortskernen. Mehlschwalben hingegen fehlt die bunte Farbe am Kopf. Sie haben einen dunklen Rücken und einen mehlig weißen Bauch. Im Gegensatz zu den Rauchschwalben bauen sie ihre Nester in über 4 Meter Höhe unter Dachvorsprüngen an der Außenseite von Gebäuden.

 

Pro Brut kann ein Mehlschwalbenpaar drei bis fünf Junge aufziehen. Bei den Rauchschwalben können es sogar drei bis sechs Jungvögel sein. Bei guter Witterung und ausreichend Nahrung in Form von Insekten, können Schwalben in einem Jahr sogar mehrfach brüten. Brütende Schwalben in der Nähe zu haben lohnt sich, denn pro Jahr werden in nur einer Schwalbenfamilie rund 250.000 Insekten verfüttert – darunter viele Fliegen und Mücken.

Durch das Anbringen von Kunstnestern kann man insbesondere Mehlschwalben gut helfen, denn oft ist es für die Flugkünstler in unserer Landschaft schwer ausreichend Lehm als Baumaterial für die Nester zu finden. Mehlschwalben brüten am liebsten in Gruppen. Neue Nester in der Nähe bereits bestehender Kolonien werden daher am ehesten angenommen. Um Fassaden und den Boden unter den Nestern vor Verschmutzungen zu schützen, empfehlen sich sogenannte „Kotbretter“. Dabei kann ein 25-30 cm tiefes Holzbrett ca. 50 cm unter den Nester an der Hauswand angebracht werden um die Hinterlassenschaften aufzufangen.

 

Jedes Jahr vergibt der NABU die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ an Bürger, die sich für den Schutz der Schwalben stark machen und die charismatischen Flieger bei sich willkommen heißen. Mehr Informationen dazu gibt es hier. Idsteiner Bürger können sich auch gerne direkt unter nabu-idstein@gmx.de auf die Plakette bewerben.

Mehlschwalben (links+Mitte) und Rauschwalbe (rechts) - Foto: Sarah Lehmann.
Mehlschwalben (links+Mitte) und Rauschwalbe (rechts) - Foto: Sarah Lehmann.

Steinkäuze willkommen!

 

Der Arbeitskreis „Blühendes Idstein“ unterstützte mit einem Praktikums-Projekt „Ansiedlung von Steinkäuzen“ Schüler der Idsteiner Feldbergschule im Rahmen des Nachmittagsunterrichtangebots Erlebnisschule Wald.

Steinkäuze zählen mit ihrer Körpergröße von rund 20 cm zu den kleinsten Eulen und sind mittlerweile auch im Idsteiner Land wieder beheimatet. Streuobstwiesen bieten einen optimalen Lebensraum für diese Eulen Art, denn sie benötigen zum Jagen bevorzugt offenes, reich strukturiertes Kulturland und möglichst alte Baumbestände, in denen sie Höhlen zum Nisten finden.

Da alte Baumbestände immer weniger werden, hat sich der Arbeitskreis „Blühendes Idstein“ in den letzten Jahren entschieden, den alten Obstbaumbestand an der Hohen Straße mit über 70 Bäumen zu ergänzen.

Zusammen mit den Praktikanten der Feldbergschule wurden nun auf der Streuobstwiese zwei mardersichere Steinkauz-Röhren als Nisthilfe angebracht, um den Bestand dieser seltenen Eulen im Idsteiner Land auch zukünftig zu sichern.

Von links nach rechts: Anke Steinhof, Sebastian Kowalski, Christine Ott und Karl Horn (Arbeitskreis Blühendes Idstein), Foto: Fr. Passarge.
Von links nach rechts: Anke Steinhof, Sebastian Kowalski, Christine Ott und Karl Horn (Arbeitskreis Blühendes Idstein), Foto: Fr. Passarge.

Das neue Online-Lernangebot für Einsteigerwww.vogeltrainer.de

Kohlmeise an Wasserstelle - Foto: Horst Engler/www.naturgucker.de

Termine für die nächsten Vogel-Zählaktionen:

2020
8. bis 10. Mai: Stunde der Gartenvögel

2021
8. bis 10. Januar: Stunde der Wintervögel
14. bis 16. Mai: Stunde der Gartenvögel