Willkommen beim NABU Idstein

Auf diesen Seiten möchte sich die NABU-Gruppe Idstein e.V. vorstellen.

Wir gehören dem Naturschutzbund Deutschland e.V. an.

 

Unsere Aktivitäten liegen insbesondere in der praktischen Naturschutzarbeit und in der Information durch Vorträge und Exkursionen.

 

Unser "Vogelschutzabend" findet regelmäßig am 1. Montag im Monat im Hotel "Felsenkeller" in Idstein (ausser in den Betriebsferien) statt. Gäste sind immer herzlich willkommen. Über die aktuellen Themen informieren wir Sie an dieser Stelle und in der örtlichen Presse. Auf Wunsch gerne auch per E-Mail.

 

Jahreshauptversammlung am 06. März 2017

 

Vorstellung des Waldkauzes

Der Naturschutzbund (NABU) Idstein lädt alle Mitglieder für Montag, 6. März, um 19.45 Uhr zur Jahreshauptversammlung ins Hotel Felsenkeller in Idstein ein. Auf der Tagesordnung stehen neben einer Aussprache auch die Neuwahl des Kassenprüfers. Jedes Mitglied kann Anträge einbringen. Diese müssen schriftlich bis Freitag, 24. Februar, beim Vorsitzenden Horst Bender vorgelegt werden. Im Anschluss an den offiziellen Teil wird der Vogel des Jahres 2017, der Wald- kauz, in einer Präsentation vorgestellt. 

Seminar: "Unsere Amphibien-Modellorganismen ökologischer Systeme"

 Von der Kaulquappe zum Frosch

 

 

IDSTEIN. Wasserfrosch, Erdkröte, Teichmolch und Feuersalamander gehören zu unseren bekanntesten heimischen Amphibien. Dies wissen nun die 30 Teilnehmer des Seminars „Unsere Amphibien – Modellorganismen unserer Ökosysteme“ welches durch den NABU Idstein ausgerichtet wurde. Der Referent und Experte Dr. Guntram Deichsel nahm die bunt gemischte Teilnehmergruppe mit in die spannende Welt von Lurchi und Co.

Neben typischen Erkennungsmerkmalen der verschiedenen Arten, ist der Lebens- und Fortpflanzungszyklus der Amphibien ein Thema des Nachmittags. Bei der Partnerwahl zahlt sich Schnelligkeit aus, denn hat ein Froschmännchen ein Weibchen erreicht, greift es sofort zu. Durch den sogenannten Klammerreflex hält sich das Männchen am Weibchen fest. Erst wenn alle Eier abgelaicht und vom Männchen befruchtet wurden, lässt es wieder los – so kann kein Konkurrent zum Zuge kommen. „Sie in dieser Zeit gewaltsam voneinander zu trennen, ist aussichtslos“, erklärt der Referent, „da würden nur schnell die Knochen brechen.“

Auch auf Fressfeinde und Bedrohungen der Amphibien geht Guntram Deichsel ein. „Im Grunde sind die Frösche da um gefressen zu werden“, schmunzelt er. Sie sind ein wichtiger Teil der Nahrungskette, zum Beispiel für Storch, Reiher oder Ringelnatter. Maßnahmen zum Amphibienschutz, darunter Krötenzäune, der Schutz von Laichgewässern oder ein amphibienfreundlicher Gartenteich, sind sehr wichtig um die Überlebenschancen der Tiere in einer stark zersiedelten Landschaft zu erhöhen. „Ich habe viel gelernt, das ich auch draußen sehr gut anwenden kann.“, sagt eine Teilnehmerin. Ein anderer Teilnehmer ist noch fasziniert von der Anpassungsfähigkeit der Tiere: „Mich hat beeindruckt, dass sich manche Kaulquappen zum Überleben Mulden im Schlamm graben. Hier hält sich das Wasser bei Trockenheit am längsten.“ Am Ende sind sich alle einig: Amphibien sind nicht glitschig, sondern vielfältig, interessant und Stellvertreter für funktionierende Ökosysteme.